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Durch Kontakte zwischen den jeweiligen Bevölkerungsgruppen. Hierfür gibt es jedoch einige Vorraussetzungen, die der Guardian in seinem Artikel vom 5. November beschreibt: 

Interessanterweise scheint die einzige notwendige Bedingung für Vorurteil und Rassismus die Einteilung der Bevölkerung in Gruppen zu sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich diese Gruppen im Wettbewerb miteinander befinden, oder nicht. Da meist genauere Informationen über die jeweils andere Gruppe fehlen, werden Annahmen generalisiert als Gruppenvorurteile angenommen.

Kontakte zwischen Mitgliedern der jeweiligen Gruppen können also Vorurteile abbauen und Rassismus vorbeugen, da hierdurch evtl. Falschannahmen korrigiert, und das Einfühlungsvermögen verbessert wird.

Dabei ist es unwesentlich, um welche Kontakte es sich handelt, sofern diese nicht in einem Zustand von Angst und Furcht zustande kommen. Ich meine, eine wichtige Vorraussetzung, die sich die unzähligen Ölkännchenträger zu Herzen nehmen sollten, die bei uns im Augenblick Bedenken und Sorgen in die Feuer der Populisten giessen.

Eine auf den ersten Blick ebenso unscheinbare wie wichtige Vorraussetzung scheint auch das Vorliegen von typischen Gruppenmerkmalen beim Kontakt zu sein. Zeigt ein Gruppenmitglied zu viel Abweichung von den “Merkmalen” seiner Gruppe (z.B. emanzipierte, gut ausgebildete und eher laizistisch ausgerichtete Muslimin ohne Kopftuch in gehobener Position), so wird der aufklärende Kontakt nicht mit der “fremden” Gruppe assoziiert.

Als Beispiel, wie Kontakt-vermittelte Integration funktionieren kann, führt der Guardian ein erfolgreiches Integratives Schulprojekt in der englischen Stadt Goldham an. Ein schönes Beispiel, das hierzulande sicher keine Chance auf Umsetzung hätte.

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