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Unter der deutschen Eiche
mit der runengeritzten Rinde
liegt der tote Held in seinem Grab.

Gestorben für die Werte Europas,
die Wege der Rohstoffe und Waren,
und für unseren behüteten Schlaf
im Ikea Bettchen im Reihenmittelhaus.

Grün sind immer noch die Wälder
und unsere Freiheit beginnt erst hinter
dem letzten Hindukush, wo der
Schäfer schläft, oder seine Faust
in einen kalten Nachthimmel reckt.

Irgendetwas raunt, riecht ranzig,
ist ramponiert und rabenschwarz
und quicklebendig untot
im Wald der Erinnerungen.

Das Gedicht ist inspiriert von einem Artikel von Thea Dorn und dem Bild mit Unterschrift auf ZEIT online.
http://www.zeit.de

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