Der Dax, ein großer Heissluftballon

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Getrieben vom Niedrigzinsumfeld eilen die Aktienkurse von Rekord zu Rekord. Schließlich gibt es mit konservativen Anlageformen heute keinen Blumentopf mehr zu gewinnen. Folgerichtig peilt der Dax sein neues Allzeithoch von 12.500 Zählern an. Was die Investoren hoch erfreut, treibt den Unternehmensleitungen den Schweiss auf die Stirn: Denn die Shareholder wollen nachhaltig Wachstumsraten und Profit sehen, die sich in Zeiten der Nachfrageschwäche nach vielen Jahren Lohnzurückhaltung kaum mehr durch organisches Wachstum erwirtschaften lassen.

Aber es gibt Abhilfe: M&A wie es in der Wirtschaftspresse kurz heist, Merger and Acquisitions, also Unternehmensfusionen und Aufkäufe. Anstatt sich also mit den Wettbewerbern um die verbliebene Nachfrage zu prügeln, wird der Niedrigzins genutzt und einfach Umsatz hinzugekauft. Allein die 30 Dax Konzerne erhöhten so ihre Verschuldung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf sage und schreibe 611 Milliarden Euro. Die Verschuldung ist das eine, bei genauerem Hinsehen offenbart sich aber auch eine unbekannte, dunkle Seite der Übernahmeschlacht:

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Zocken und Verlieren im Ausland

Deutschland pflegt ja seit Jahren ein großes Ungleichgewicht in seiner Handelsbilanz und importiert deutlich weniger, als es an Waren ins Ausland liefert. Aktuell ist dieses Importdefizit bereits auf grob 250 Millarden Euro pro Jahr angewachsen. Um die Waren zu bezahlen muss sich das Ausland logischerweise in gleicher Höhe verschulden. Was aber passiert eigentlich mit diesen 250 Milliarden? Werden hier riesige Geldspeicher gefüllt? Alles halb so wild, meinen die Verteidiger des Deutschen Geschäftsmodells, dieses Geld fließt wieder als Direktinvestition ins Ausland zurück und kurbelt so das Wachstum bei unseren Handelspartnern an. Doch ist dem wirklich so?

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Selber denken beim Völkerrecht

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Zentrale Aufgabe systemnaher Medien ist die Vorgabe des Deutungsrahmens einer Nachricht. Damit legen die Mächtigen jedoch auch die Denkrichtung fest, ein für die pluralistische Diskussion in demokratischen Gesellschaften kontraproduktives Agieren. Es hilft also alles nichts, Demokraten müssen selbst denken und sich die nötige Medienkompetenz aneignen. Dies gilt umso mehr in elementaren Fragen zu Krieg und Frieden. Mit den Nachrichten bekommt der Bürger heute meist sofort auch den Schuldigen und ggf. den „weissen Ritter“ präsentiert. Doch hält die bequem servierte Einordnung näherer Betrachtung stand? Ich meine: Häufig nicht und möchte in Form der UN „Resolution zur Definition der Aggression“ 7 Punkte vorstellen, die eine eigene Bewertung des Geschehens auf Grundlage des Völkerrechst möglich machen:

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Billige Ausreden

Gerne geben Politiker als Begründung für ihre „alternativlose“ Politik “ die Zwänge der Globalisierung an, oder daß „die Märkte“ es eben nicht anderst dulden. Doch ist das wirklich so? Simon Tilford vom Centre for European Reform hat es in einem lesenswerten Artikel auf Makronom auf den Punkt gebracht:

„Die Globalisierung hat nicht von den Regierungen verlangt, die Sozialausgaben zu kürzen, die Gewerkschaften zu schwächen und die Steuern für die Reichen zu senken“

(m)Ein Weltbild

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Wir erleben aktuell live einen dramatischen Wandel in der Weltpolitik: Superreichtum, Elend, Kriege, Wirtschaftskrisen, eine zerfallende EU und einen amerikanischen Präsidenten ohne Kommunikationsfilter. Sozusagen der Wolf im Wolfpelz. Nachrichtenfluten, da kann der im Alltag strampelnde Bürger schon einmal die Übersicht verlieren. Zum Jahreswechsel habe ich daher die ruhige Zeit für ein politisches Puzzle genutzt. Hier das Ergebnis, natürlich ohne Anspruch auf die reine Wahrheit aber mit der Hoffnung auf Denkanstöße.  Weiterlesen

Panik in der Schreibstube

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Dank der Informationsmöglichkeiten über das Internet hat das Deutungsmonopol Deutscher Mainstreammedien ein Ende. Da kommt es schon einmal zu Panik in der Schreibstube und in der Folge zu autoritären Kurzschlußhandlungen. Jüngstes Beispiel: Die zensurähnliche halbamtliche „Qualitätskontrolle“ in sozialen Medien durch “Correctiv” und Facebook. Wie wichtig heutzutage die modernen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung für unsere Medienkompetenz sind, zeigte mir ein Vergleich zweier Quellen – national und international- zum selben Thema:

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Alles Journalismus oder was?

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Mindestens 40% der redaktionellen Beiträge reichweitenstarker Printmedien stammen von sogenannten Public-Relations (PR) Agenturen (3). Diese Agenturen werden von Privatfirmen, Nichtregierungsorganisationen oder auch Regierungsstellen dafür bezahlt, Texte zur Umsetzung der Kommunikationsstrategie des Auftragsgebers zu entwickeln und in der Presse zu platzieren. Aber wie erkenne ich eine solche Einflussnahme und Desinformation? Weiterlesen

In Kürze zensiert!

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Laut einer Studie des Atlantic Councils (1) und eines aktuellen Berichtes der Washington Post nehmen russisch gesteuerte Medien verstärkt Einfluß auf die Meinungsbildung in westlichen Staaten, die sich kurz vor Wahlen befinden. Gezielt sollen hierfür soziale Netze für die Desinformation genutzt werden. Salopp ausgedrückt: Putentrolle destabilisieren unsere Demokratie. Interessanterweise tauchen diese Vorwürfe genau dann auf, wenn ein Kandidat von ausserhalb der sonst bestimmenden Elitenzirkel zum Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde.

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